Patienten jederzeit optimal versorgen

Mehr als 800 Mitarbeiter der Rettungsdienst-Kooperation (RKiSH) haben ein Ziel: zufriedene Patienten. Moderne Technik und wissenschaftlich fundierte Behandlungsleitfäden helfen dabei.

Die Rettungsdienst-Kooperation hat den Anspruch, im Notfall jeden der rund 850.000 Einwohner im Einsatzgebiet bestmöglich medizinisch zu versorgen. Dazu sind mehr als 800 gut ausgebildete und hochmotivierte Mitarbeiter im Einsatz, allen voran Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Notärzte. Die Rettungsteams arbeiten mit moderner Ausrüstung nach aktuellem Stand der Medizin.

Mitarbeiter über das Versprechen

Was sind Algorithmen?

Algorithmen sind Richtlinien für die Versorgung von Patienten und für die Abwicklung von Einsätzen. Sie beschreiben eine Abfolge von Untersuchungen und Maßnahmen nach aktuellen Stand der Wissenschaft. Ein Algorithmus gibt Rettungskräften einen Entscheidungskorridor vor und ermöglicht Abweichungen in zu begründenden Einzelfällen.

Qualitätsmanagement zum Wohl der Patienten und Mitarbeiter

Die 31 Wachen der Rettungsdienst-Kooperation sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert, einer international anerkannten Norm für Qualitätsmanagement. Denn wir richten alle Abläufe auf das Wohl der Patienten und Mitarbeiter aus. Ein Beispiel: Für viele Rettungswagen wurde eine elektrohydraulische Trage angeschafft, die das schwere Heben und Senken übernimmt. Das entlastet die Wirbelsäulen der Rettungskräfte, die bei Einsätzen ohne Treppenstufen durchschnittlich bis zu 750 Kilogramm bewegen und eine herkömmliche Trage mehrfach anheben müssen. Und auch für Patienten wird der Transport so noch schonender.

Standardisierte Abläufe verbessern die Versorgung

Ziel der Rettungsdienst-Kooperation ist es, die Arbeit der Rettungskräfte zu standardisieren. Daher gibt es beinahe für jede Verletzung und Erkrankung einen Behandlungsleitfaden. Sie basieren auf den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften, beispielsweise dem ERC (European Resuscitation Council) oder der AHA (American Heart Association). Die Leitfäden, auch Algorithmen genannt, entwickeln wir regelmäßig weiter. Dabei werden auch Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag der Rettungskräfte berücksichtigt.

Algorithmen unterstützen die Rettungskräfte bei der Versorgung der Patienten. Sie sollen sicherstellen, dass die Mitarbeiter immer nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft arbeiten. Damit ist gewährleistet, dass unsere Patienten immer die bestmögliche Versorgung bei größter Sicherheit bekommen, sei es bei einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Verletzung. Ebenfalls mit einem Algorithmus geregelt wurde die Farbcodierung der rund 60 Medikamente an Bord, um Verwechslungen auszuschließen.

Praxisnahe Ausbildung im Simulations-RTW

30 Stunden pro Jahr muss sich ein Rettungsassistent oder Notfallsanitäter laut Gesetz fortbilden. In der Rettungsdienst-Kooperation ist das keine lästige Pflicht, sondern Teil der Qualitätskultur. An der eigenen Akademie machen wir beispielsweise Rettungskräfte mit neuen und verbesserten Algorithmen vertraut. Und im Trainings-Rettungswagen, der 2011 einen Preis für Qualität im Rettungsdienst erhielt, trainieren sie die Theorie unter praxisnahen Bedingungen. Das Ziel: Aus jedem Fehler lernen, damit er kein zweites Mal passiert.

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