Neuer Notfallsanitäter-Kurs startet die Ausbildung

von Stefan Preuß

In diesen Tagen beginnen 22 neue Auszubildende ihre Notfallsanitäter-Ausbildung an der RKiSH-Akademie in Heide. Es ist schon der neunte Lehrgang, seit das neue Notfallsanitätergesetz im Jahr 2014 in Kraft getreten ist. Bereits in 18 Monaten werden die jungen Leute nach ersten umfangreichen theoretischen und praktischen Ausbildungszeiten fester Teil des Einsatzteams auf dem Rettungswagen sein und die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Versorgungsgebiet der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH übernehmen. In drei Jahren folgt dann das Staatsexamen zum Notfallsanitäter.

Der Ausbildungskurs 08/2017 mit dem Teamleiter Ausbildung der RKiSH-Akademie Christian Menke (2. v. l.) und den Kursleitern Anne Jacob und Daniel Loth vor dem Trainings-Rettungswagen (T-RTW)

Heide – Am 1. August, pünktlich um 9.00 Uhr, begrüßte Michael Reis als Geschäftsführer der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) die 22 neuen Auszubildenden in den Räumen der unternehmenseigenen Akademie in Heide. Vor ihnen liegen 36 Monate Ausbildung in Theorie und Praxis.

„Sie haben die richtige Wahl getroffen, als sie sich damals für einen Ausbildungsplatz zum Notfallsanitäter bei der RKiSH beworben haben“, bestärkte Reis die neuen Mitarbeiter in ihrer Entscheidung. Er versicherte den neuen Kollegen, dass eine harte, aber auch eine spannende Zeit vor ihnen liegt.

Die RKiSH-Akademie ist in Norddeutschland eine der modernsten Schulen in dem Gebiet der notfallmedizinischen Erst- und Weiterqualifizierung und bietet seit 2009 neben einer fundierten theoretischen Ausbildung eine Vielzahl von praktischen Übungseinheiten. Neueste Technik im Bereich der Simulation bildet die Grundlage für das Erlangen der praktischen Handlungskompetenzen.

Mit Simulatoren im Erwachsenen-, Jugend-, Kindes- und Babyalter werden die ersten Schritte der Patientenbehandlung sehr realitätsnah unter Anleitung erfahrener Dozenten geübt. Die Dummys reagieren auf Medikamentengaben, Atmung und Puls können kontrolliert werden, sie schwitzen und weinen. „Ein großer Vorteil ist hier, dass die Auszubildenden klare Handlungsabläufe erlernen, dem „Patienten“ aber nicht schaden können. Das wiederum gibt ein hohes Maß an Sicherheit“, so der Teamleiter Ausbildung Christian Menke.

In den kommenden drei Jahren werden die Auszubildenden mindestens 1.920 Stunden theoretischen Unterricht in der Akademie genießen, sowie in rund 2.680 Stunden praktisch in den Kliniken und an einer der 31 RKiSH-Rettungswachen intensiv auf die Arbeit am echten Patienten vorbereitet.

Ziel des Lehrkonzeptes der RKiSH-Akademie ist, die Ausbildung, die auf qualitativ höchstem Niveau das gesetzliche Maß übersteigt, zur Sicherheit der Patienten durchzuführen.

Nach 18 Monaten werden die Auszubildenden dann mit einem erfahrenen Kollegen gemeinsam einen Rettungswagen besetzen und die erlernten Kenntnisse gemeinsam im Team in die Tat umsetzen. Bis dahin sind die neuen Kollegen als drittes Besatzungsmitglied auf den Rettungsmitteln unterwegs.

Wir freuen uns auf die kommenden drei Jahre und wünschen den neuen Kollegen viel Erfolg und vor allem viel Spaß bei ihrer Ausbildung als Notfallsanitäter.

(sp/cm)

 

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