Neue Rettungswache für die RKiSH in Uetersen

von admin

Uetersen – Am Tornescher Weg entstand in kurzer Bauzeit ein knapp 600 m² großer Zweckbau mit Aufenthalts-, Umkleide-, Ruhe- und Besprechungsräumen sowie Lagerbereichen und Möglichkeiten zur Desinfektion für den bedarfsgerechten Betrieb der Rettungswache.

Die große Fahrzeughalle bietet Platz für vier Rettungswagen, von denen zwei rund um die Uhr einsatzbereit sind, um den Menschen bei Notfällen medizinische Hilfe zu leisten. Der dritte RTW ist im Tagdienst besetzt. Der vierte Stellplatz steht für einen Reserve-RTW bei Fahrzeugausfällen zur Verfügung. Ein Stellplatz der Halle ist für Wäsche und Desinfektion der Einsatzfahrzeuge ausgerüstet.

„Der Neubau der Rettungswache ist die zurzeit modernste Wache der RKiSH. Sie erfüllt alle Ansprüche einer zeitgemäßen rettungsdienstlichen Versorgung und ist damit elementarer Teil der medizinischen Versorgungskette in der Region.“ freut sich Michael Reis, Geschäftsführer der RKiSH bei der Einweihung.

Nur knapp acht Monate benötigten die Handwerker unter Federführung der Neuhaus Wohnungsbaugesellschaft GmbH aus Pinneberg, um einen modernen und ansprechenden Zweckbau für die über 40 Mitarbeiter der Rettungswache zu realisieren.

Die seit vielen Jahren am alten Krankenhaus Uetersen gelegene Wache ist deutlich zu klein geworden. Sie wurde damals für zwei diensthabende Mitarbeiter mit einem Fahrzeug ausgelegt und im Rahmen der Möglichkeiten ständig erweitert. Die Stationierung weiterer RTW ließ die Enge in den Räumen zunehmend spürbar werden.

Nicht nur die Zahl der Einsätze ist von 6.250 im Jahr 2008 auf fast 7.800 Alarmierungen im vergangenen Jahr angestiegen. Auch die Ausbildung von neuen Mitarbeitern zum Notfallsanitäter konnte wegen des Platzmangels nicht mehr optimal durchgeführt werden.

In Zukunft rücken die Rettungsfachleute daher von ihrer neuen Wache am östlichen Stadtrand von Uetersen zu den Einsätzen für über 50.000 Einwohner des Kreises Pinneberg aus.

„Dass wir mit der RKiSH einen schlagkräftigen Rettungsdienst haben, erleben wir tagtäglich, wenn wir die Fahrzeuge auf der Straße sehen.“ betonte Landrat Oliver Stolz während seiner Grußworte. „Für Ihre professionelle und hochwertige, aber nicht einfache Arbeit verdienen Sie eine Arbeitsstätte, die den technischen und räumlichen Anforderungen entspricht und somit eine angemessene „Basis“ für Ihre Arbeit ist. Genau das wird in diesem Bau deutlich!“, so Stolz weiter.

Thomas Grabau als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung gratulierte den Rettern zum neuen Gebäude und wünschte ihnen immer eine gesunde Rückkehr von den Einsätzen.

„Besonderheit des Neubaus ist die Anwendung der neuen DIN-Norm für Rettungswachen. Auch ökologische Gesichtspunkte sind bewusst berücksichtigt worden. So werden zum Beispiel keine fossilen Brennstoffe zum Heizen verwendet, da eine Wärmepumpe verbaut ist.“ beschreibt Wachenleiter Matthias Grubert einige technische Aspekte. „Auch die gesamte Beleuchtung wurde aus Energiespargründen in LED-Technik ausgeführt.“ so Grubert.

Alle Rettungswachen der RKiSH werden mit Ökostrom betrieben, um der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht zu werden. 

(tfr/cm)

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