Großübung im Kanaltunnel in Rendsburg

Großübung im Kanaltunnel in Rendsburg

 

Rendsburg - Am Samstag, 25. April, fand unter Beteiligung der RKiSH eine große Übung am Kanaltunnel in Rendsburg auf der Bundesstraße 77 in Fahrtrichtung Itzehoe statt.

Die Ausgangslage war ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten PKW, wovon mindestens einer in Brand geraten ist. Im Tunnel hielten sich zehn Patient*innen, mit unterschiedlichen Verletzungsmustern auf, darunter auch einige, die nicht gehfähig waren.

„Für die Übung wurden im Voraus Schwerpunkte gesetzt“, erklärt der für die RKiSH verantwortliche Einsatztaktiker Dennis Scheffler, „diese waren die Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst hinsichtlich der Übergabepunkte der Verletzten und das Betreiben zweier räumlich getrennter Patientenablagen. Auch das Kräftemanagement durch die eingeschränkt nutzbaren Verkehrsstrukturen sowie die Transportorganisation mit der Schnittstelle zur Klinik, waren wichtige Aspekte, die wir in der Übung widerspiegeln wollten.“

Die Feuerwehren Rendsburg und Westerrönfeld sowie Rettungsmittel und Einsatzleitung Rettungsdienst wurden gemäß der objektbezogenen AAO (Alarm- und Ausrückeordnung) alarmiert. Für Einsätze bei bzw. in bestimmten Objekten, wie hier im Kanaltunnel, liegen Einsatzpläne vor, die unter den BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) abgestimmt sind. Daraus ergaben sich für die Rettungsmittel der RKiSH die Anfahrt zu Bereitstellungsräumen in der „Graf-von-Stauffenberg-Straße“ für die Nordseite sowie der „Marie-Curie-Straße“ auf der Südseite an.
Nach Lageerkundung der Einsatzleitung Rettungsdienst (ELRD) sowie der Gefahrenabwehr durch die Feuerwehr wurden die zwei Patientenablagen an der nördlichen bzw. südlichen Tunnelportalen gebildet. Dort übergab die Feuerwehr Patient*innen außerhalb des Gefahrenbereiches an den Rettungsdienst. Das Rettungsfachpersonal übernahm dann eine (Vor-)Sichtung und die medizinische Erstversorgung der Patient*innen. Von der Einsatzstelle wurden die Patient*innen in die Notaufnahme der Schön-Klinik Rendsburg transportiert.

Die Klinik beteiligte sich an dieser Übung, indem sie Versorgungsstrukturen innerklinisch nachstellte. Die eingelieferten Patient*innen wurden demnach gemäß Klinikplanung gesichtet und durchliefen eine reale Schockraumbehandlung sowie weiterführende Diagnostik.

Auf der nördlichen Brückenüberführung (Berliner Straße) wurde die gemeinsame Einsatzleitung aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei positioniert. Die ELRD Rendsburg-Eckernförde wurde durch den ELW (Einsatzleitwagen) der Johanniter-Unfall-Hilfe Rendsburg unterstützt.

Stefan Dennschstädt, stellvertretender Fachbereichsleiter Einsatzdienst, war als Beobachter vor Ort und fasst zusammen: „Insgesamt ziehen wir ein positives Fazit, denn die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst sowie JUH und DRK hat hervorragend funktioniert. Gleichzeitig konnten wir Herausforderungen identifizieren, die in die einsatztaktische Vorbereitung einfließen werden.“ 

(sh)

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