Gemeinsam für den Ernstfall proben: Großübung mit rund 120 Einsatzkräften in Hohenwestedt
Hohenwestedt – Am Freitag, den 10.07.2026 fand in Tappendorf bei Hohenwestedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine organisationsübergreifende Großübung statt. Das Übungsszenario, bei dem ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Linienbus simuliert wurde, hatte die Freiwillige Feuerwehr Hohenwestedt organisiert.
Ein besonderer Schwerpunkt der Übung lag auf der rettungsdienstlichen Versorgung der zahlreichen Verletzten. Die Rettungswagen der RKiSH sowie die der Berufsfeuerwehr Neumünster waren mit Auszubildenden besetzt, die unter Anleitung erfahrener Praxisanleiter*innen die Patient*innen versorgten und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Die Übung bot aber nicht nur dem rettungsdienstlichen Nachwuchs, sondern auch den Feuerwehren eine hervorragende Möglichkeit, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Organisationen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Konkret war in dem Szenario ein Linienbus in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und in den Gegenverkehr geraten. Dort kollidierte er frontal mit einem Pkw. Ein hinter dem Bus fahrender Transporter konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte auf das Heck des Linienbusses. Es gab mehrere verletzte Fahrgäste und Personen, die in Fahrzeugen eingeklemmt waren.
Aufgrund des initialen Einsatzstichworts "TH G R10 - Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen" wurden diverse Rettungsmittel verschiedenster Organisationen durch die Leitstelle Mitte entsendet. Vor Ort lag die Hauptaufgabe des ersten RTW zusammen mit dem ersten Notarzt darin, Strukturen aufzubauen und erste Maßnahmen zu koordinieren. Das Stichwort wurde richtigerweise auf „TH G R15“ angepasst. Insgesamt waren 14 Patient*innen zu versorgen.
Es fand eine gute und enge Absprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr statt und es wurden rasch Abschnitte gebildet, um die Einsatzstelle zu strukturieren und die Rettungsarbeiten voranzutreiben. Unterstützt vom Einsatzleitwagen (ELW) und Kamerad*innen der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) Rendsburg übernahm die Einsatzleitung Rettungsdienst (ELRD) der RKiSH dann die Einsatzführung und strukturierte den Patiententransport.
Auch der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 67" aus Hohenlockstedt war zunächst Bestandteil der Übung. Kurz nach der Landung wurde die Besatzung jedoch zu einem Realeinsatz alarmiert und verließ die Übung.
Besonders positiv ist zu erwähnen, dass alle Kräfte hervorragend zusammengearbeitet haben und die Patient*innen sehr gut versorgt wurden. Und obwohl es bei einigen Abläufen Verbesserungspotential gibt, sind wir mit dem Übungsergebnis sehr zufrieden. Insgesamt haben circa 120 Einsatzkräfte teilgenommen. Wir danken allen Beteiligten, insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr Hohenwestedt, die diese lehrreiche Übung möglich gemacht haben.
Fotos: Torge Lück (RKiSH) und Daniel Passig (Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde)