Explosion in der Rendsburger Nobiskrug Werft

von Stefan Preuß

Rendsburg - Am Samstag Morgen, kurz nach 9:30 Uhr ereignete sich in der Rendsburger Nobiskrug Werft in einer Maschinenhalle eine folgenschwere Explosion. Eine zunächst unbekannte Anzahl von Arbeitern war teilweise schwer verletzt, eine Person unter tonnenschweren Stahlträgern eingeklemmt. Über dem Werftgelände stieg schwarzer Rauch aus den brennenden Gebäudeteilen in den Himmel. Verletzte retteten sich ins Freie und wurden dort von Ersthelfern versorgt. Die Rettungsleitstelle Kiel alarmierte sofort Einsatzkräfte aus der ganzen Region zum Werftgelände.

So stellte sich die Lage für die ersteintreffenden Einsatzkräfte der Rettungswache Rendsburg dar, die zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass es sich um eine großangelegte Übung handelt.

Gemäß der angenommenen Lage und der Alarmstufe R2 – als rettungsdienstliche Großschadenslage mit 11-25 verletzten Personen an der Einsatzstelle - kamen mehrere Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge von verschiedenen Wachen aus sofort zum Einsatz. Darüber hinaus wurden die Einsatzleitung Rettungsdienst, bestehend aus Organisatorischem Leiter und Leitendem Notarzt, die Führungsunterstützung der JUH Rendsburg, die dienstfreien Kräfte der RKiSH, die Schnelleinsatzgruppen des DRK und der JUH Rendsburg sowie die Feuerwehren Rendsburg und Schacht-Audorf alarmiert. Weit über 100 Einsatzkräfte trafen kurze Zeit später am Einsatzort ein und übernahmen die rettungsdienstliche Versorgung, die technische Rettung, die Brandbekämpfung und die Betreuung der Betroffenen.

Im Vorwege waren rund 20 Verletzte aufwendig durch die realistische Unfalldarstellung des DRK Heide geschminkt und für die Übung instruiert worden. Diese "Patienten" galt es jetzt zu sichten, erstzuversorgen und nach entsprechender Dringlichkeit ihrer Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser zu transportieren. Einen weiteren Schwerpunkt der Übung stellte das unübersichtliche und gefahrenträchtige Werftgelände dar, was eine enge Absprache zwischen den Führungskräften von Feuerwehr und Rettungsdienst erforderte. 

Das Ziel, auch bei rettungsdienstlichen Großschadensereignissen möglichst zügig  eine ausreichende Zahl von Einsatzkräften zur Sicherstellung der Erstversorgung an die Einsatzstelle zu bekommen, ist hier eindrucksvoll erreicht worden.

Eine detaillierte Auswertung erfolgt in den nächsten Tagen unter Beteiligung aller Verantwortlichen. Auch die Rückmeldungen der zahlreichen Beobachter sind hier von großer Bedeutung.

Besonderer Dank gilt allen Kollegen der RKiSH, des DRK, der JUH und der Feuerwehren, die aus ihrer Freizeit heraus alarmiert worden sind und dennoch äußerst professionell und zielgerichtet gearbeitet haben. Auch der Werft Nobiskrug und ihren Mitarbeitern gilt ein großer Dank für die unkomplizierte Zurverfügungstellung des Geländes und die Begleitung der Einsatzübung. 


(sh/sp) 

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