
Der zweitägige PAEDSIM Simulationskurs ist ein interdisziplinäres Ausbildungskonzept zur Verbesserung des Notfallmanagements bei lebensbedrohlichen erkrankten oder verletzten Kindern.
Während des Kurses trainieren Sie an hochmodernen Patientensimulatoren und bearbeiten im Team speziell für Sie vorbereitete realitätsnahe Notfallszenarien. Unter Berücksichtigung aktueller medizinischer Leitlinien und des Team Resource Managements erhalten Sie in Kleingruppen eine videounterstützte Nachbesprechung und Analyse Ihrer Arbeit im Szenario. Als Besonderheit finden ein Teil der Szenarien in unserem dafür speziell ausgestatteteten Trainings-Rettungswagen statt.
Welche Ziele werden mit dem PAEDSIM Simulationskurs verfolgt?
- Signifikante Erhöhung der Patientensicherheit durch optimale Vorbereitung auf pädiatrische Notfallsituationen.
- Trainieren seltener und damit kritischer Notfallsituationen
- Trainieren des Managements eines Zwischenfalls unter realitätsnahen Bedingungen
- Möglichkeit eines interdisziplinären Trainings mit anderen Fachdisziplinen, z.B. der Geburtshilfe, der Anästhesie
- Kennenlernen der Prinzipien des medizinischen Zwischenfallsmanagements (Team Resource Management, TRM)
- Lernen ohne Angst vor Fehlern
- Ganzheitliches Lernen durch szenisches Erleben und Verstehen
Für wen ist der PAEDSIM Simulationskurs geeignet?
Das Kursangebot richtet sich an alle Mitarbeiter des Gesundheitssystems, die an der Versorgung von lebensbedrohlich erkrankten oder verletzten Kindern beteiligt sind, also z.B. Ärzte aus den Fachrichtungen Pädiatrie, Anästhesie oder Unfallchirurgie, Notärzte, Kinderkrankenpflege- und Rettungsdienstpersonal.
Welche Technik wird eingesetzt?
Die Rettungsdienst Akademie verfügt über mehrere Patientensimulatoren der neuesten Bauart. Diese sogenannten Full-Scale-Simulatoren sind „künstliche Patienten“, die sich durch eine umfassende technische Ausstattung auszeichnen und nicht mit herkömmlichen Reanimationspuppen verglichen werden können. Die Technik der Babysimulatoren ermöglicht zum Beispiel die Generierung verschiedener Atemmuster und Atemgeräusche, pneumatische Veränderungen des Luftweges und die Beeinflussung zentraler und peripherer Pulse sowie eine Lippenzyanose. Auch umfassende therapeutische Maßnahmen wie Maskenbeatmung, Intubation, sowie intravenöse oder intraossäre Punktion können realitätsnah durchgeführt werden und erhöhen dadurch maßgeblich den Übungseffekt. Außerdem können und sollen Medikamente und Infusionen tatsächlich aufgezogen und appliziert werden.
Ein Instruktorenteam steuert die Simulatoren am Computer und hat umfangreiche Möglichkeiten, die Parameter am Monitor und am „Kind“ zu beeinflussen. Dabei wird das Szenario per Videoübertragung auch für die nicht unmittelbar beteiligten Kursteilnehmer aus dem Simulationsraum in einen Schulungsraum übertragen.
Die Instruktoren
Das Instruktorenteam besteht aus Pädiatern, Anästhesisten, Notärzten, Fachkinderkrankenschwestern, Rettungsassistenten, Psychologen und Ingenieuren. Viele der Instruktoren kommen aus dem Kurssystem des European Pediatric Life Support (EPLS) des ERC (European Resuscitation Council).
Kursgebühren
Die Kursgebühren belaufen sich auf 550,- Euro für Ärzte und 300,- Euro für Pflege- und Rettungsdienstpersonal. In den Kursgebühren sind Mittagessen, Getränke und ein Coursedinner enthalten.
Termine
Termine finden Sie hier.
CME Punkten für Ärzte
In Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen am WKK Heide werden gemäß §10 des Fortbildungsstatus der Ärztekammer Schleswig Holstein Fortbildungspunkte vergeben.