Rettungsdienst – die logische Konsequenz
Sarah Muskulus, 26 Jahre, seit August 2009 Auszubildende Rettungsassistentin bei der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH).
Nachdem ich sieben Jahre in der Altenpflege gearbeitet habe, war mir klar, dass ich in meinem Leben noch mehr erreichen will. Schon seit längerer Zeit hatte ich das Bedürfnis nach Bildung und Weiterentwicklung. Es musste aber eine Ausbildung im sozialen Bereich sein, die Abwechslungsreich ist und mich täglich vor neue Herausforderungen stellt. Das Interesse für den Rettungsdienst war danach die logische Konsequenz.
Dennoch ist die Ausbildung zum Rettungsassistenten in der Regel mit hohen Kosten verbunden, und für mich somit nie in Betracht gekommen. Als ich durch Zufall von der RKiSH und der betriebseigenen Rettungsdienst Akademie erfuhr, eröffneten sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Neben der dreijährigen Ausbildung zum Rettungsassistenten brauchen RKiSH-Azubis nicht nur keine Ausbildungskosten übernehmen, sondern erhalten sogar eine Ausbildungsvergütung. Ich ergriff die Chance und schickte eine schriftliche Bewerbung ab. Daraufhin wurde ich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen und erhielt nach dem Auswahlverfahren die Zusage für den Ausbildungsplatz. Meine Freude war riesig!
Die gesamte Ausbildung besteht quasi aus zwei Etappen. Zunächst durchlaufen wir die Qualifikation zum Rettungssanitäter. Darauf aufbauend erfolgt die berufsqualifizierende Ausbildung zum Rettungsassistenten. Der Kurs beginnt mit theoretischem Unterricht. In vier Wochen schulischem Lehrgang erhielten wir die notwendigen Grundkenntnisse, um anschließend ins Klinikpraktikum zu gehen und später den ersten Teil der berufspraktischen Ausbildung auf einer Rettungswache zu absolvieren. Die bis dahin erlernten Fähigkeiten brachten mich am Ende der drei Monate dann auch sicher durch die Rettungssanitäter-Prüfung.
Inzwischen fahren alle Azubis als „Zweiter Mann" (Rettungssanitäter) mit an „Bord". Jeder wird von einem extra für ihn abgestellten Lehrrettungsassistenten (LRA) während der gesamten Zeit betreut. Außerdem stehen uns die erfahrenen Rettungsassistenten bei Fragen und Unsicherheiten immer zur Seite. Auch auf meiner Rettungswache fühle ich mich von Anfang an wohl und gut akzeptiert. So etwas verleiht Sicherheit. Grade in einem Beruf wie dem als Rettungsassistentin - finde ich - ist das ein sehr wichtiges Kriterium.
Außerdem bietet der Beruf als Rettungsassistentin:
- Zukunftssicherheit,
- die Gelegenheit, Menschen in Notfall- und Ausnahmesituationen zu helfen,
- täglich neue Herausforderungen,
- eigenverantwortliches Arbeiten,
- die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und
- regelmäßige Fort- und Weiterbildungen.
Und vieles mehr!
Ich freue mich, die Ausbildung bei der RKiSH machen zu dürfen und bin neugierig, was mich im Rettungsassistenten-Kurs und in den folgenden zwei Jahren noch alles erwartet.
